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Es war einmal ein kleiner Troll, der saß in seiner Gummizelle.

Der kleine Troll war ganz ganz traurig, denn er hatte keine Freunde.

Weil er ein kleines Arschloch war.



In seiner Zwangsjacke saß der kleine Troll gelangweilt vor seinen Laptop.

“Menno…”, sagte der kleine Troll. “Ich will Aufmerksamkeit… Ich hab’s! Ich geh ins Internet und mache mich ganz doll beliebt, indem ich alle Menschen auf den Sack gehe! Schließlich können sie sich nicht wehren - Muahahaha!”



Voller Motivation setzte sich der kleine Troll an seinen Laptop, hämmerte mit seinen kleinen Füßchen wie wild auf die Tastatur und suchte die Communities heim.

Doch nanu? Was ist das?! Der kleine Troll wird ja gesperrt! In einer Community nach dem anderen!

Wie furchtbar für den Troll!

“Na warte! Euch Blödmännern zeig ich’s euch!”, sagte der kleine Troll fest entschlossen.



Mit eisernem Willen setzte der kleine Troll ALLES daran, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Er beleidigte, schimpfte, provozierte…

Verunstaltete Seiten…

Machte zigtrilliarden Fakeaccounts…

Und weigerte sich stets auch nur für eine einzelne Millisekunde den gesunden Menschenverstand einzusetzen - den hat er nämlich verloren, als er damals von Wickeltisch gefallen ist.



Der kleine Troll setzte alle Hoffnung daran, endlich erhört zu werden.

Dass ein genervter User ihn doch endlich beschimpfen möge, damit er unter den Schein der ungewollten Aufmerksamkeit sich endlich ein runterholen könne.

Aber leider… trat das für ihn Undenkbare ein.

Die Masse der Vernunftbegabten war doch stärker als gedacht und… verbannten ihn komplett.

Der kleine Troll konnte plötzlich nirgends ins Internet.

Selbst Google wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben und hatte sich freiwillig selber aus der Festplatte gelöscht und ein “FUCK YOU, TROLL.” in seinen Browser hinterlassen.



Der kleine Troll saß nun weinend ganz alleine in der Ecke und klagte vor sich: “Oh bitte, bitte… ich will doch nur Aufmerksamkeit.” Niemand erhörte ihn. Und so stieß er ein Stoßgebet zum Himmel:

“Bitte, bitte, lieber Gott… ich will doch NUR BELIEEEBBBTT SEEEEIIIINNNN!!!!”



Ein gleißendes Licht erschien! Und zwischen den Gitterstäben des Fensters seiner Gummizelle flog ein kleiner Engel herbei.

“Huch? Wer bist den du?”, fragte der Troll dem Engel, der zu ihm hinüberflatterte. Der Engel stellte sich vor: “Ich bin Engel Misalein. Ich bin die Schutzwächterin des Internets und bin zu dir geflogen wegen deines Stoßgebets.”

“Engel Misalein!”, rief der Troll. “Das gesamte Internet hat mich ausgesperrt… woher sollte ich denn bitteschön wissen, dass Arschlochsein auch hier verboten ist?! Was soll ich tun??? Bitte! Ich bin so verzweifelt…”

Misalein nickte zuerst stumm.

“Nun, mein Kind.”, meinte sie. “Dir scheint es wohl an… wichtigen Wissen zu fehlen. Ich kann dir dieses Wissen geben und dich von der Verbannung erlösen…”

Der kleine Troll überlegte: “Du meinst… wenn ich dieses Wissen hab, kann ich mich frei im Internet bewegen und machen was immer ich will?”

“Ja… aber NUR wenn du dieses Wissen auch tatsächlich einsetzt.”

“Ich will dieses Wissen! Lass mich jetzt mich wieder ins Internet… ich will beliebt sein!”

“Geduld mein Kind… eine Sache fehlt noch.”

“Und zwar?”

“Das Wissen…”

Plötzlich zog Misalein einen gewaltigen Hammer hervor - größer als sie selbst - und erschlug den kleinen Troll in Windeseile!

Der kleine Troll sah Sternchen und Vögel um sich fliegen…

Und als er wieder zu sich kam, war der Engel verschwunden.



Der kleine Troll lag direkt vor seinen Laptop und sah als aller erstes… die Googleleiste!

“Juhu! Ich kann mich wieder beliebt machen!”, sagte er sich und ging dort hin.

Doch als er grad was eintippen wollte, stoppte er.

Denn etwas geschah… in ihm… in seinen Kopf…

Das Undenkbare…

Das Unmögliche..

Das Unwahrscheinliche…

Die erste Regung in seinen paar Synapsen…

Die… ERLEUCHTUNG!!!



“Warte mal…”, sagte der kleine Troll zu sich selbst. “Vielleicht werde ich beliebt, wenn ich… mich NICHT wie ein voll bekiffter Pavian auf LSD benehme… und… und… und… einfach nur… NETT BIN!”

Lautschallendes Hallelujah-Gesang ertönte und der kleine Troll setzte seinen Plan in die Tat um.

Und das Unglaubliche geschah…

Der Troll wurde plötzlich überall angenommen und gern gesehen… und das nur weil er einfach nett war!

Wer hätte das gedacht?

Schon bald begann der Troll eigene - sogar sinnvolle - Beiträge zu entwerfen und begann auch andere zu helfen.

Machte sich sogar Freunde!

Der geistige Zustand des kleinen Trolls besserte sich immer mehr, weshalb er auch schon bald aus der Irrenanstalt entlassen wurde.

Er fand einen Job, heiratete, machte viele Kinder und führte von nun an ein glückliches, zufriedenes und ausgeglichenes Leben.



Und wenn sie nicht gestorben sind, trollen die anderen Trolle noch heute.




Ende.

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