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Die furchtbare, schreckliche WaldkreaturBearbeiten

Es begann, wie es immer begann, in der Nähe eines tiefen dunklen Waldes, in dem Leute verschwanden.

Selbstverständlich lebte ich auf dem Land, irgendwo, wo es wenig Zivilisation gibt, in solchen Regionen werden besondere Ereignisse meistens bis zum äußersten hochstilisiert und so berichteten die Zeitungen Monatelang über verschwundene Kinder. Es stimmte, dass Kinder zu dieser Zeit nicht sicher zu sein schienen, viele Kinder gingen Nachts in den Wald um ihren Freunden ihren Mut zu beweisen, und da der Frühling sich dem Ende neigte und der Sommer begann, geschah das immer häufiger doch keines dieser Kinder kam wieder raus.

Man las von einem „pädophilen Monster, das sich in unseren Wäldern rumtreibt“ in der Boulevard-Presse und von einer „nicht identifizierten Gefahr in den Wäldern“ in seriöseren Zeitungen. Und es musste so kommen, im Ernst, es musste einfach so kommen, dass sich mein kleiner Bruder genau dann in den Kopf gesetzt hatte, im Wald zelten zu gehen, als sich dieses Verschwinden von Kindern auf dem Höhepunkt befand.

Die Gemeinde in der wir lebten war doch relativ groß und dicht bewaldet, so dass mein Bruder ständig mit denselben Argumenten ankam, dass es doch unmöglich sei, dass das, was die Kinder verschwinden lässt in unserem Teil des Waldes ist, wenn wir auch da sind. Und nach tagelangem Betteln erlaubte es meine Mutter ihm schließlich unter der Bedingung, dass ich mitgehen sollte. So wurde ich verdonnert, meinen Samstagabend mit meinem Bruder und drei seiner Freunde, Till, Oliver und Christian waren ihre Namen, im Wald zu verbringen.

Eine Zeit lang taten wir brav alles, was das Klischee uns sagte. Wir saßen am Lagerfeuer und erzählten uns Gruselgeschichten. Geschichten über den Slenderman, so lange bis es, ihr habt es erraten, im Gebüsch raschelte. Zuerst ignorierten wir das Rascheln aber es kam immer häufiger und jedes Mal ganz in unserer Nähe bis es sich zwar etwas entfernte, aber dennoch nicht aufhörte.

Unter den Jungs machte sich Unruhe breit. „Lasst uns wieder heim geh’n!“ jammerte Christian, was Oliver mit der Aufforderung, Chris solle nicht so eine Pussy sein beantwortete. „Kommt wir seh’n uns mal an was da raschelt“ schlug mein Bruder vor und jeder außer Christian stimmte zu und wir machten uns auf den Weg, dem Geräusch folgend. Ich wies die Jungs an trotz allem zusammenzubleiben, da mir das irgendwie vernünftig vorkam.

So gingen wir bis wir es sahen. Eine menschenähnliche Gestalt, die auf einer Lichtung stand. Aber das war kein Mensch.

Wir hatten uns zwischenzeitlich im Gebüsch versteckt und jeder starrte das Wesen wie gebannt an. Keiner war fähig wegzurennen oder sich überhaupt zu bewegen. Die Kreatur trug einen schwarzen Anzug und hatte ein weißes Gesicht. „D-d-der S-s-slender…!“ stotterte Christian, ich starrte ihn mit einem Blick an der ihm befehlen sollte Still zu sein und sah dann nochmal zu diesem Etwas. Nein, das war nicht der Slenderman, obwohl ich mir im Nachhinein wünsche, er wäre es gewesen. Der Anzug der Kreatur hatte schwarze, im Mondlicht schimmernde Pajetten und außerdem trug sie eine hautenge Hose, einen Hut und einen weißen Handschuh (ebenfalls mit Pajetten besetzt), sie hatte lange schwarze Haare und außerdem ein „Gesicht“. Ihre Augen waren schwarz, ihre Lippen jedoch voll und rot. Das unnatürlichste an dieser Kreatur war aber ihre Nase, sie hatte wirklich nichts Natürliches sie sah aus wie aufgesetzt. Diese Kreatur war zweifellos für das Verschwinden der Kinder verantwortlich.

Jemand von uns machte ein Geräusch. Ich weiß nicht mehr wer und was, aber die Kreatur wurde sofort auf uns aufmerksam. Sie gab ein lautes und hohes „Hee Hee!“ von sich und führte eine Tanzeinlage auf, dann führte sie eine Tanzeinlage auf, von deren Anblick wir uns nicht lösen konnten und als sie diese beendet hatte rannte sie auf uns zu. Unsere Starre verschwand mit einem Mal und wir rannten, panisch nach einem Ausgang suchend.

Ich drehte mich während des Rennens um und sah, zu meiner unendlichen Erleichterung, dass die Kreatur eine Kehrtwende gemacht hatte und jetzt in die andere Richtung lief. Aber irgendetwas stimmte nicht. Es sah zwar aus, als würde es sich von uns weg bewegen aber es bewegte sich auf uns zu, es ging obwohl es augenscheinlich vorwärts ging. Es war als wäre die Schwerkraft geschwächt worden, als würde das Wesen auf dem Mond laufen. Es wurde immer schneller und irgendwann war es direkt neben mir.

Als ich die Kreatur nun so aus der Nähe sah, war es schwer zu sagen, ob sie männlich oder weiblich war, das Wesen gab nun ein lautes „Shamone!“ von sich (ich hatte und habe keine Ahnung was dieses Wort bedeutet), überholte unsere rennende Gruppe und machte eine Pirouette. Es griff sich an den Hinterkopf und zwischen die Beine und gab einen hohen Ton von sich.

Wir blieben abrupt stehen, „yeah, yeah!“ machte die Kreatur, griff sich Christian und verschwand im Gebüsch.

„Chris!“ schrie Oliver und wollte dem Wesen folgen, ich hielt ihn allerdings fest. „Wir können nichts mehr für ihn tun, wir müssen hier raus und berichten was die Kinder entführt!“ schrie ich also rannten wir erneut los.

Ohne Vorwarnung sprang die Kreatur direkt vor uns aus den Büschen. Sie gab ein lautes „whooooo!“ zum Besten und begann erneut zu tanzen, sie drehte einige Pirouetten, griff sich dabei Till und Oliver und sprang in die Luft. Wir sahen ihr nach denn es schien, als würde sie mit ihrem Sprung den Orbit erreichen, allerdings kam sie schon nach kurzer Zeit wieder hinter uns auf, von den Jungs, die das Wesen gerade noch gepackt hatte war nichts zu sehen.

Nur noch mein Bruder und ich waren jetzt übrig, vor Angst wie gelähmt. Das Wesen schien zu seinem letzten Angriff anzusetzen, es stieß eine Reihe von kurzen Luftstößen aus „ah, ha, ha“ wobei es erneut zu tanzen begann, danach nahm es seinen Hut und warf ihn meinem Bruder zu, welcher ihn bereitwillig fing.

„Was willst du eigentlich?“ fuhr ich die Kreatur an „Was willst du mit all diesen Kindern anstellen?“ Als Antwort darauf schwang das Wesen sein Becken vor und zurück und machte „Shamone, Hee Hee!“ außerdem gab es erneut ein paar Luftstöße von sich. Ich war mir nicht sicher ob ich das wissen wollte, ich wollte nur noch meinen Bruder nehmen und flüchten, ich sah neben mich doch es war nichts mehr von ihm zu sehen. Warum musste er auch diesen scheiß Hut fangen?

Das war zu viel, ich drehte mich um und rannte, irgendwann sah ich den Ausgang des Waldes und schöpfte neue Hoffnung, außerdem sah ich einen leichten Schimmer am Horizont, als ich den Wald verließ ging die Sonne auf. Ich war entkommen.

Ich ging nach Hause und merkte, dass meine Eltern nicht da waren, was mir gut passte, immerhin hatte ich eine beschissene Nacht hinter mir, ich legte mich auf die Couch und schlief ein.

Mich plagten Albträume in denen ich sah, wie das Wesen meinen Bruder, der panisch zappelte Nahm und aus dem Fenster eines hohen Gebäudes hielt. Die Kreatur kam mir vor, als käme sie aus einer Fantasiewelt. Aus Mittelerde…oder Nimmerland.

Als ich aufwachte war es bereits Nacht, meine Eltern waren immer noch nicht da und mir wurde klar, dass ich zu leicht entkommen bin, mein Leben neigt sich seinem unausweichlichen Ende.

Ich setzte mich auf einen Stuhl und habe bis jetzt gewartet. Jetzt ist es soweit.

Ich fühle eine kalte Hand und frage mich ob ich je wieder die Sonne sehe. Ich schließe meine Augen und hoffe es ist nur Einbildung. Doch die ganze Zeit hörte ich eine Kreatur hinter mir Kriechen, meine Zeit ist um.Das letzte was ich im Leben höre ist eine tiefe, dreckige Lache:

AHAHAHAHAHAHAHAHAHA!

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